Im Sommer sollen die Neubauten stehen

Wann beginnen die Bauarbeiten für die neue Turnhalle des TV Oberstedten und den Rewe-Markt? Diese Frage steht schon länger im Raum. Nun kommt Bewegung ins Thema.

Oberstedten. Sportfreunde freuen sich auf den kommenden Sommer: Viele, weil es bei der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen um Sieg und Niederlage geht. Gut 1100 Frauen, Männer und Kinder sind aber auch voller Vorfreude, weil sie voraussichtlich Mitte kommenden Jahres selbst in schönem, neuem Ambiente Sport treiben können. Es sind die Mitglieder des Turnvereins Oberstedten (TVO), die den Bau der neuen vereinseigenen Halle an der Niederstedter Straße herbeisehnen.

Vorsitzender Klaus Lenz gibt sich optimistisch, dass er und seine Sportkameraden im Juni/Juli, auf jeden Fall aber in der zweiten Jahreshälfte 2016, in Turnschuhen in dem neuen Gebäude stehen können. Der Baubeginn steht in Kürze an, der Spatenstich soll noch diesen Herbst erfolgen. Einen Termin gibt es noch nicht. „Wir sind gerade in der Abstimmung“, sagt Lenz. Ein Bauunternehmen ist bereits ausgewählt.

„Jeder freut sich“, sagt Lenz über seinen Verein. Grund dazu gibt es, denn der TVO hat dieser Tage einen wichtigen Schritt zum Neubau gemacht. Ministerialdirigent Jens-Uwe Münker war als Vertreter des für den Sport zuständigen hessischen Innenministeriums nach Oberursel gekommen, um einen Bewilligungsbescheid des Landes über 200 000 Euro zu überreichen.

Dass dieser Zuschuss kommen würde, war schon länger bekannt, doch nun hat der Verein Sicherheit. Er rechnet mit Kosten von 2,1 Millionen Euro. Außer dem Geld vom Land bekommt der TVO eine stattliche Summe von der Stadt: 900 000 Euro. Eine Million muss er selbst aufbringen und will das hauptsächlich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und dem Verkauf des Grundstücks tun, auf dem die alte, in die Jahre gekommene Halle steht.

Die Summe, die die Kommune zuschießt, stammt wiederum aus dem Verkauf eines städtischen Grundstücks. Konkret handelt es sich um das jetzige Außengelände des Turnvereins, auf dem die Gesellschaft für Handel und Immobilien (GHI) einen Supermarkt für den Rewe-Konzern baut. Rewe will mit seinem Lebensmittelmarkt aus der Mittelstedter Straße an den Ortseingang ziehen.

Genehmigung erteilt

Wie die Stadt jetzt mitteilte, hat Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) die Baugenehmigung an GHI überreicht. Laut Stadt ist der Baubeginn für Mitte Oktober geplant. Das wäre also in diesen Tagen. Eine Anfrage der TZ an Rewe blieb bis gestern Abend unbeantwortet.

Nach Angaben der Stadt rechnet Rewe mit einer Bauzeit von neun Monaten. Sporthalle und Lebensmittelmarkt wären dann etwa zur gleichen Zeit fertig.

Die GHI will nach Green-Building-Zertifizierung bauen, kurz gesagt: ein umweltfreundliches Gebäude erstellen. In diesem entsteht eine Verkaufsfläche von etwa 1900 Quadratmetern, davor etwa 130 Parkplätze sowie Stellplätze für Fahrräder.

Derweil freut sich der TVO auf seine „Halle der Zukunft“. Hinter der Feuerwehr, Richtung Dornbach, entsteht ein Bau, in dem es außer der größeren Turnhalle auch einen Gymnastikraum gibt.

Für den nötigen Umbau der Niederstedter Straße ist die Stadt verantwortlich. Außer Querungshilfen und Abbiegespuren wird ein neuer Gehweg auf der Innenseite der Kurve angelegt und bis zum Parkplatz der Feuerwehr ausgebaut.

Und wie soll der Verkehr während der Bauphase geregelt werden? Derzeit sieht es so aus, dass er einspurig läuft und per Ampel geregelt wird.

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